Die Welt nach dem Systemzusammenbruch

Die Welt ist hoffnungslos überschuldet! Unser Schuldgeldsystem benötigt immer neue Kreditnehmer, die Ihren Anteil daran haben, unser Geldsystem weiter fortzusetzen. Doch was ist, wenn z.B. die USA am 2. August einfach in den Default gehen? Was passiert, wenn Italien plötzlich keine Kredite mehr am Markt bekommt und der Euro crasht? Was passiert, wenn plötzlich für die so sicheren deutschen Staatsanleihen mehr als 7 Prozent Zinsen am Markt verlangt werden?

Erfahren Sie, was dies konkret für Ihren Alltag nach dem Systemzusammenbruch der Stunde 0 bedeutet!

Die Stunde 0 – die Panik

Sie wachen auf, frühstücken, schalten das Radio ein. Egal, welches Ereignis den Systemzusammenbruch auslöst – Sie erfahren es erst, wenn sowieso alles zu spät ist. Man spricht von einer Panik der Märkte – insbesondere der asiatische Markt erlitt einen massiven Börsencrash. Während Sie Ihr Frühstücksei pellen erfahren Sie, dass Aktien zwar bislang als sichere Sachwerte gesehen worden sind, die meisten Unternehmen aber eigentlich nur mit massiven Kredithebeln arbeiten und überleben können. Diese Grundlage zerbricht plötzlich und man flüchtet aus den Aktien. Da Sie sowieso kaum Aktien haben – Sie haben ja eine Lebensversicherung und ein dickes Sparkonto – beachten Sie die Meldungen kaum.

Der Weg zur Arbeit

Auf dem Weg zur Firma schalten Sie das Radio aus – auf allen Sendern laufen nur negative Berichte über Crash, Schuldenkrise und den finanziellen Supergau – das langweilt Sie, ausserdem möchten Sie nicht ständig mit negativen Nachrichten bombardiert werden. Unterwegs wollen Sie nochmal kurz anhalten und tanken – Sie erblicken einen Benzinpreis jenseits der 2.50 EUR – bestimmt nur ein Systemstemfehler! Schließlich ist vor der Tankstelle eine lange Schlange von Menschen, die wohl alle Tanken wollen – dann ist die Anzeige wohl ein technischer Defekt.

Am Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz wird plötzlich beim Frühstück über vermeindlich sichere Geldanlagen gesprochen. Einige Kollegen wirken sichtlich nervös und unzufrieden. Man spricht zunächst über das eigene Bankkonto. Der Benzinpreis scheint tatsächlich vorrübergehend echt zu sein – dann tanken Sie halt nächste Woche erst voll… Ein anderes Thema könnte vielleicht das Thema Aktien sein – oder die Zukunft der Firma. Sie erwähnen beiläufig, dass Sie das alles nicht besonders berührt – Sie persönlich haben sich ja nie auf spekulative Wetten wie z.B. Aktien eingelassen. Das überlassen Sie Ihrem Bankberater. Zwischendurch erhalten Sie einen Anruf von Ihrer Frau, die Sie aber leicht beruhigen können. Sie sollen unbedingt noch etwas Katzenfutter besorgen – draussen ist die Hölle los. Die Hälfte Ihrer Kollegen geht heute ausnahmsweise eine Stunde früher – sie haben noch etwas wichtiges bei Ihrer Bank zu erledigen.

Der Heimweg

Unterwegs wollen Sie noch ein paar kleine Erledigungen machen. Die Leute wirken alle wie beim Kriegsausbruch. Sie fahren noch kurz zum Supermarkt. Der Parkplatz ist überfüllt, lange Schlangen von Menschen stehen davor – verschenken die Leute vom Supermarkt heute Lebensmittel? Scheint so, denn die Menschen, die den Markt verlassen schieben alle überfüllte Einkaufswagen vor sich her. Sie hören beim Aussteigen einen Mitarbeiter der Supermarkt-Filiale, der den erbosten Kunden mitteilt, dass Sie keine weiteren Kunden mehr reinlassen und ausnahmsweise früher schließen müssen. Sie sollen es nochmal im Nachbarort versuchen. Dort gibt es noch einige Paletten Konserven und Toilettenartikel.

Am Geldautomat

Eben nochmal schnell Geld abheben. Leider hat der Automat Ihrer Hausbank einen technischen Defekt. Sie versuchen es am Nachbarautomaten – ebenfalls eine technische Störung. Mist! Diese ganze übertriebene Panik regt Sie auf. Sie entschließen sich, direkt am Bankschalter Geld abzuheben – Fehlanzeige! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere Filiale in den nächsten Tagen nur Kunden mit vereinbartem Gesprächstermin bedienen kann!. Entnervt fahren Sie zum teuersten Laden der Stadt, um noch wenigstens ein paar Artikel auf Vorrat zu kaufen – wer weiß, wie lange der Wahnsinn noch anhält? Zigaretten sind an allen Kiosken und Tankstellen ausverkauft.

Im Supermarkt 2

Sie reihen sich in eine lange Schlange ein. Nur langsam kommen Sie voran, doch die Filiale hat noch geöffnet. Nach etwa 40 Minuten drängeln Sie sich mit Ihrem Einkaufswagen durch die Menschenmassen. Die meisten nützlichen Dinge sind ausverkauft – da Ihre Katze noch etwas zu Essen haben muss kaufen Sie eine Dose Frühstücksfleisch für 4 EUR – billigere Dosen finden Sie nicht. An der Kasse versuchen Sie mit Ihrer EC-Karte zu bezahlen. Nur Barzahlung bitte! Ihr Nachbar in der Schlange an der Kasse übernimmt gerne Ihren Einkauf. Irgendetwas wird wohl noch im Kühlschrank sein.

Der Abend

Ihre Frau hält Ihnen einen Vortrag darüber, warum Sie diese kleinen Erledigungen nicht noch hätten machen können. Sie müsse sich jetzt etwas von der Nachbarin borgen – es sei ihr peinlich und sie werde die ganze Schuld auf Sie schieben, schließlich habe sie auch den ganzen Tag gearbeitet und konnte erst eine Stunde später nach Hause gehen. Sie schalten kurz die Nachrichten ein, nachdem Sie Ihrer Katze einige Scheiben Aufschnitt-Fleisch in den Napf legen. Dafür ernten Sie nur einen fragenden Blick Ihrer Katze, die sichtbar zaghaft an diesem völlig neuen Inhalt des Napfes herumschnüffelt und sich dann davon abwendet. Die Nachrichten sind überfüllt mit Panikmeldungen. Irgendwas von die Märkte seien ausser Kontrolle, die Notenbanken werden den Markt massiv mit Geld fluten, um eine noch tiefergreifende Panik an den Märkten zu verhindern.

Tag 2 – böse Briefe

Sie hatten einen unruhigen Schlaf. Die Nachbarin klingelt um 5 Uhr morgens, entschuldigt sich und fragt, ob Sie noch etwas Milch im Haus haben – sie wisse nicht, ob Sie für Ihren Säugling noch etwas im Geschäft bekommen würde. Sie teilen Ihr mit, dass Ihre restliche Milch leider die Katze am Vorabend bekommen habe. Noch vor dem Frühstück gehen Sie kurz zum Briefkasten. Keine Werbung – trotzdem überfüllt mit offiziellen Briefen. Ihre Lebensversicherung teilt Ihnen mit, dass Sie in sichere Staatsanleihen investiert habe, die im Augenblick vom Handel ausgesetzt sind. Für mindestens ein Jahr kann Ihre Versicherung nicht mehr ausgezahlt werden. Eine Auszahlung oder Kündigung der Versicherung nach frühestem einem Jahr sei nur möglich, wenn Sie Ihre Beiträge trotzdem weiter zahlen.

Ihre Bank schreibt Ihnen, dass Ihre Hypothek neu bewertet werden muss. Wegen dem neuen Immobilien-Mietstop-Gesetz sei Ihre als Sicherheit angegebene Immobilie wahrscheinlich nur noch den halben Marktpreis wert. Wenn Sie nicht innerhalb von 4 Wochen Sicherheiten im Wert von 50.000 EUR nachweisen können werde der Kredit fällig gestellt und notfalls gerichtlich gegen Sie vorgegangen.

Aus dem Radio erfahren Sie, dass Abhebungen vom Giro- oder Sparkonto nur noch in einer Höhe von 500 EUR pro Person und Monat ausgezahlt werden können. Dem Schreiben liegt ein Hinweis bei, dass die geänderten Geschäftsbedingungen bereits vor Monaten in der Filiale am Schalter ausgelegen haben und das Einlagen-Sicherungsgesetz die Bank zu dieser Massnahme bedauerlicherweise gezwungen hat.

Kurz vor Ihrer Fahrt zur Arbeit bekommen Sie einen Anruf von einem Kollegen – der Chef hat gestern noch entschieden, vorrübergehend auf Kurzarbeit umzustellen. Sie haben Spätschicht und sollen ruhig noch die Zeit nutzen um angesichts der chaotischen Situation noch einige wichtige Erledigungen zu machen – das lassen Sie sich nicht zweimal sagen.

Eine gigantische Geldmenge flüchtet panikartik in Realwerte. Die Intervalle der wirtschaftlichen Katastrophenmeldungen werden immer kürzer. Vielleicht klingt diese Darstellung zu dramatisch? Wenn die Papierwerte 400mal so groß sind, wie man dafür überhaupt Realgüter kaufen kann und diese Werte in Realwerte flüchten – wäre das nicht dramatisch? Wenn Sie wissen, dass unser Geldsystem nur durch eine weitere exponentielle Aufblähung der Geldmenge vom Zusammenbruch am Leben gehalten werden kann – ware das nicht dramatisch, wenn dieser Trick nicht mehr funktionieren würde?

Wissen Sie, was zu tun ist?